Der Löwenkönig: Boubou, König der Tiere

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Nach dem Nipponart nun schon die „Kimba“ Serie als Blu Ray und DVD in zwei Boxen veröffentlichte, legt der Publisher mit der Veröffentlichung zu Boubou nach. Die kompletten 25 Episoden der Serie, kommen erstmalig in einer DVD Box daher. Doch wieso zum Teufel heißt denn „K***a“ nun Boubou und wieso wirkt das Werk so seltsam zusammengesetzt? Ja, diese Fragen bewegen den älteren Zuschauer schon etwas, schließlich hat uns der weiße Löwe über unsere Kindheit gerettet, noch bevor Disney um die Ecke kam und den „König der Löwen“ in unsere Kinos brachte. Im Folgenden geben wir euch einen Einblick und erzählen euch, wie der Namenswechsel, es ist nicht der einzige, zustande kam.

der weiße Löwe in seinem Element
Um sich die Zeit im Dschungel zu vertreiben, spielen Boubou und seinen Freunde jede Menge Spiele. Diese erholende Zeit wird genau in diesem Moment unterbrochen als ein Auto im Dschungel anhält und das Leopardenmädchen Jane von seinen menschlichen Besitzern wieder in die Freiheit entlassen wird. Durch die Jahre reichlich verwöhnt, ist die junge Dame alles andere als nett zu den Anwesenden. Sie stellt erst mal ganz klar dar, dass niemand sich an ihrem kleinen Bruder vergreifen solle. In der Höhle ihrer Eltern rümpft sie die Nase über deren Lebensverhältnisse.

Die Leopardenjungs der Gruppe sind hin und weg von der reizenden Jane und wollen ihr natürlich jeden Wunsch erfüllen. Jane möchte jetzt ein Haus gebaut bekommen, genau bei dem Baum wo die Kids sonst gespielt haben, das stößt natürlich bei Boubou und den Anderen  auf Unverständnis.

Die Tiere des Dschungels teilen sich jetzt in die Gruppe um Jane und die um Boubou. Es scheint ein wirkliches Problem zu werden, jede Seite will jetzt die anderen aus dem Dschungel vertreiben. Benjamin und seine Anhänger verweigern jetzt der Gruppe von Jane den Zutritt zum „Restaurant“ und somit zum Futter und wie nicht anders zu erwarten fliegen bald Früchte und andere Gegenstände durch die Lüfte.

Boubou ist das alles zu viel und er zieht sich in seine Höhle zurück. Da bei der „Schlacht“ niemand einen Sieg erringen konnte, kommt man auf die Idee einen Repräsentanten für die jeweilige Seite zu wählen, für Benjamin soll Boubou kämpfen und für Jane, Tarzan. Hoch auf einem Baum sollen die Beiden sich solange festhalten, während der Baum geschüttelt wird, bis einer herunterfällt.

Doch dann stehen alle vor einem ganz anderen Problem, eine riesige Flut an Ameisen wütet über das Land, sie verschlingen alles und hinterlassen nur Ödland. In Panik rennen alle um ihr Leben, Rettung bietet nur der große Felsen, aber einer fehlt, Jane´s kleiner Bruder Zorro.

Boubou will eigentlich nicht nach Zorro suchen, schließlich hat er Boubou und seine Freunde einfach im Stich gelassen, aber einen Freund in Not kann Boubou doch nicht alleine lassen und so rennt er los.

Er findet Zorro in mitten eines riesigen Berges von Ameisen, er versteckt Zorro in einem Erdloch um ihn zu retten und versucht selbst sein Heil in der Flucht. Völlig erschöpft und mit zahlreichen Wunden kehrt Boubou wieder zu den anderen zurück und auch Zorro hat das ganze gut überstanden. Selbst Jane entschuldigt sich und so vereint sich die ganze Gruppe wieder. Einmal mehr hat Boubou für sich und seine Freunde gekämpft.

Die Jahre vergehen und Boubou wächst zu einem stattlichen weißen Löwen heran. Viele Abenteuer hat er mit seinen Freunden in dieser Zeit erlebt, viel gesehen und jede Menge Menschen und Tiere getroffen, gute sowie böse.

Aber jeder muss auch mal erwachsen werden, mittlerweile hat Boubou auch eine Partnerin an seiner Seite, Raya. Mit ihr gründet er eine Familie und muss jetzt den Spagat zwischen den Verpflichtungen eines Königs und der Verantwortung für seine Familie  schaffen. Aber er erhält tatkräftige Unterstützung von seinen Freunden.

Aber immer wieder muss er um seinen Platz als König der Tiere kämpfen, z.B. gegen Zamba dem blauen Löwen,  welcher um einen Zweikampf gegen Boubou zu bekommen, schwächere Tiere angreift und sie verletzt.  Zum Glück kann sich Boubou gegen seine Gegner behaupten.

zum Anime
Die Fortsetzung der 52 Episoden zu Kimba, welche 26 Episoden umfasst, entstand 1966 unter der Regie von Hayashi Shigeyuki und Shingo Araki bei Mushi Productions.

1977 wurde die Serie Kimba der weiße Löwe bei uns das erste Mal ausgestrahlt, von 52 eigentlichen Folgen schafften es nur 39 in unser Fernsehprogramm. Die fehlenden 13 Episoden sind die ersten Folgen der weiterführenden Serie Boubou, König der Tiere, nicht in chronologischer Reihenfolge, aber dies tut keinen Abbruch, da jede Folge in sich abgeschlossen ist. 1991 bis 1993 liefen 23 Folgen der Fortsetzung (Folge 15- 37), die ersten 15 Folgen gehörten ja eigentlich noch zur ersten Serie, im deutschen TV.

Da die ersten Folgen in den 70er Jahren nicht synchronisiert wurden, musste die Synchronteam der neuen Folgen alles vertonen, aus rechtlichen Gründen konnte der Name Kimba nicht beibehalten werden, sodass Kimba in Boubou umbenannt wurde.

1996 erschien die komplette Serie unter einer weiteren Synchronfassung erneut unter dem Titel  „Der Löwen-König“. Die Namen wurden erneut geändert, so wurde aus Kimba bzw. Boubou nun „Leo“, und alle Bezüge zur vorherigen Serie wurden entfernt. Aus heutiger Sicht ein echtes Gewirr an Titeln, denn so gesehen hat die Idee „Kimba“ ganze drei Namen.

Die Serie stellt einen gesellschaftlichen Bezug zu der menschlichen Gesellschaft dar, man strebt nach der perfekten Gesellschaft welche in Frieden und Harmonie lebt, in welcher man nach Gerechtigkeit strebt. Jeder soll seinen Platz in der Gesellschaft finden bzw. haben, egal welche Rasse oder Zuordnung er angehört.

In der kompletten Serie wird sehr gut vermittelt wie einfach eine Problemlösung für Kinder sein kann und wie schwierig sich das gleiche Problem für Erwachsene darstellt.

Fazit
Der Anime ist heute noch genauso aktuell wie vor 40 Jahren, liebevolle und spannende Geschichten rund um einen kleinen Löwen, welcher in seiner Rolle zu einem großen König heranwächst, welcher den Wert der Freundschaft hochhält und sich für seine „Familie“ in jeden Kampf stürzt.

Wer den Anime damals schon gerne gesehen hat, der kann jetzt also wieder in Erinnerungen schwelgen und mit seinen Kindern zusammen anschauen.

wir danken Nipponart für das Rezensionsexemplar

 

  • Genre: Drama/Abenteuer
  • Entstehungsjahr: 1966
  • Typ: TV Serie
  • Regie: Hayashi Shigeyuki und Shingo Araki
  • Charakterdesign: original Design Osamu Tezuka

zur DVD

  • Sprachen: deutsch DD 2.0
  • Untertitel: –
  • Extras: Sticker, Booklet

Boubou- Der Löwenkönig

7.3

Gesamtwertung

7.3/10

Pro

  • absolut kultig
  • Gesellschaftskritisch

Kontra

  • leider nur auf DVD
  • deutsche Version nicht mehr zeitgemäß

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