Attack on Titan Volume 1

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Mit dem Manga Attack on Titan brachte der Schöpfer Hajime Isayama einen Stein ins Rollen, der zu einer Lawine wurde, die ihn sicherlich selber überraschte. Nach nur vier Jahren kam es zu einer Anime-Serie, die einen Hype ausloste, der selbst alte Hasen wie One Piece oder Naruto kurzzeitig in den Schatten stellte.
Doch was steckt hinter diesem Phänomen des Hypes um Attack on Titan und kann der Anime seinem Ruf auch wirklich gerecht werden. Mit extrem hohen Erwartungen, gehe ich an das Werk heran und schaue einmal, ob es mich überzeugen kann, obwohl ich bisher nie mehr als die Trailer geschaut habe.

Story
Eren Jäger ist der Sohn eines berühmten Arztes, der die letzten Überlebenden der Menschheit vor einer Seuche gerettet hat, seine Adoptivschwester Mikasa ist die Tochter eines ehemaligen Patienten von Doktor Jäger, der mit seiner Frau verstorben ist. Er uns Mikasa führen ein ruhiges Leben durch den Stand seines Vaters, auch wenn er gern mit seiner Mutter in Streit gerät, da er gern dem Aufklärungstrupp beitreten will um die Welt außerhalb der Mauern zu sehen und gegen die Titanen zu kämpfen.
Eigentlich sind die beiden gerade auf dem Rückweg vom Feuerholz sammeln, als die Titanen die Stadt angreifen. Die Truppen sind zwar nicht vorbereitet, aber die 50 Meter hohen, ziemlich dicken Mauern bieten ja Schutz. Doch dann passiert das unmöglich, es taucht ein Titan auf, der etwas höher als 50 Meter ist und zertrümmert den Eingang der Mauer Maria. Daraufhin dringen die Titanen ein und erobern die Bereiche hinter der Mauer Maria. Die Menschheit muss nun hinter die Mauer Trost fliehen. Dadurch sterben nicht nur viele, zudem verlieren sie wertvolle Gebiete, in denen sie Nahrung anbauten und Nutztiere gehalten haben. Bei einem verzweifelten Versuch der Rückeroberung, verliert die Menschheit noch einmal ein Fünftel aller Überlebenden.
Eren, der den Tod seiner Mutter mit angesehen hat, die von einem Titanen gefressen wurde, hat nur noch einen Gedanken. Rache an den Titanen, er will sie alle ausrotten und dafür ist sein Ziel der Beitritt beim Aufklärungstrupp. Mikasa verspricht Eren ihm auf seinen Weg zu folgen, egal wohin und auch ihr Freund Armin sagt das er dahingeht, wo Eren hingeht. Somit ist das Ziel die Ausbildung als Soldat für die drei Freunde. Doch schon die ersten Tage, sind Ereignis reich, nach dem alle drei das Alter erreicht haben, um zur Armee gehen zu dürfen. Können sie es wirklich schaffen?

Die Geschichte spielt in einer fiktiven Welt, die technisch weitgehend auf dem Stand zwischen dem 18 und 19.Jahrhundert ist. Automobile und Züge gibt es nicht, aber Schießpulver und Feuerwaffen. Warum die Titanen da sind, woher sie kamen und warum es 100 Jahre Frieden hinter den Mauern gab, bevor sie zurückkehrten ist nicht bekannt.
Die Idee eine etwas andere Postapokalyptische Welt zu schaffen ist gut und durchaus gelungen. Allerdings werden Anfangs viele Charaktere eingebracht in nur sieben Episoden und e gibt viele Blicke in die Vergangenheit, was stellenweise etwas wirr wirkt und das Tempo drückt. Erst denkt man es geht voran und dann wird plötzlich ein Rückblick gemacht und auf die Bremse gestiegen. Das gefällt mir nicht so gut.

Charaktere
Im Fokus stehen ganz klar Eren und Mikasa, aber auch Armin nimmt eine wichtige und tragende Rolle in der Geschichte ein. Sehr schön wurde hier das Leid der Charaktere eingefangen und ihre absolut unterschiedlichen Arten, mit eben diesem umzugehen. Besonders schön ist hier anzusehen, das Eren und Mikasa zwar beide sehr starke Charaktere sind, aber dennoch absolut unterschiedlich mit der Vergangenheit und all dem tot umgehen.
Da aber dennoch viele neue Charaktere in den ersten Episoden auftauchen und eingeführt werden, bleibt der Tiefgang stellenweise etwas auf der Strecke, wenn es um die anderen geht. Einzig bei Armin gibt es etwas mehr Einblicke. Hier hoffe ich, das in den folgenden drei Volumes mehr passiert und die durchaus interessanten anderen Charaktere, stärker beleuchtet werden.

Bild
Technisch ist Attack on Titan wirklich gut gelungen und steht keiner Produktion aus dem Jahr 2013 nach. Hier zeigt das WIT Studio ihre Erfahrung und Kompetenz, die sie schon in zahlreichen anderen Titeln bewiesen haben.
Die Kämpfe sind flüssig und gut animiert, das leicht epische Feeling von Mensch gegen Titan wurde gut eingefangen, ebenso wie der Schrecken des Todes und verspeist werden durch die Titanen. Die Umgebung ist gut und lebendig animiert, an manchen Stellen hätte es gern noch etwas mehr sein dürfen.
Die Charaktere sehen ebenfalls gut aus und wurden mit viel Liebe zum Detail erarbeitet. Besonders gut hat mir hier der Wechsel von den jungen Darstellern im Alter von 12-jährigen Kindern, hin zu Teenager und jungen Erwachsenen gefallen. Das wurde gut umgesetzt.

Ton & Untertitel
Wie gewohnt liegt der Anime im O-Ton mit deutschen Untertiteln vor, als auch in der deutschen Synchronisation. Sehr gut gefällt mir hier, das Kazé nach ihrer Abstimmung nun auch weiße Untertitel verwendet, das wirkt deutlich besser und ist viel angenehmer als vorher, ein klarer Pluspunkt für mich. Egal welche Version man lieber schaut, in beiden ist die Sprachausgabe gut. Auch die deutsche Synchronisation gefällt mir, die Stimmen sind gut gewählt und die Synchronsprecher machen eine gute Figur in ihren jeweiligen Rollen und bringen die Schrecken authentisch rüber.
Von der musikalischen Untermalung liegt der Anime auch weit vorne, ein tolles Opening und Ending, dazu die erstklassige Vertonung der Kämpfe, hier ist alles so wie es sein sollte.

Fazit
Ich muss zugeben, dass ich sehr lange einen Bogen um Attack on Titan gemacht habe. Anfangs war ich sogar interessiert, dann kam aber der Hype und schnell hieß es beste Serie die es jemals gab, beste Serie die es jemals geben wird. Auf Conventions sah man gefüllt mehr Cosplayer von AoT als Naruto oder One Piece. Der Hype war so schnell und hart gestartet, dass es mich abschreckte, da meine Erwartungen sehr hoch waren.
Somit ist es nicht verwunderlich, dass ich selbst jetzt noch enttäuscht bin, obwohl der Anime nicht schlecht ist. Der Hype ist mir ein Rätsel und ich kann ihn unmöglich nachvollziehen. Sicherlich ist die Serie technisch gut und hat eine interessante Story, aber sie ist selbst in ihrem Erscheinungsjahr nicht die beste. Es gab in dem Jahr mehrere starke Titel, so dass ich diesen Anime nur in der Top Ten des Jahres sehe.
Ich denke das mir der Anime, ohne diesen recht übertriebenen Hype, besser gefallen hätte. Dies ist einer der Fälle, wo der Hype einiges kaputt machte.

Aus meiner Sicht erscheint es mir besser, wenn man ohne Kenntnisse an Attack on Titan geht, da dann keine hohen Erwartungen da sind, kann man ihn genießen. Von der Technik ist es ein gutes Werk und auch die Story ist gelungen. Ich hoffe das die weiteren Volumes meine Meinung doch noch mehr ins Positive ziehen können. Wie man anhand unserer Bewertung sieht, habe ich da Werk fair eingeschätzt, auch wenn ich es mit meinen freien Worten im Fazit noch nicht schaffe.

danke an Kazé für die Bereitstellung eines Rezensionsexemplares
  • Genre: Action/Drama
  • Entstehungsjahr: 2013
  • Typ: Serie
  • Regie: Tetsuro Araki
  • Charakterdesign: Kyōji Asano

zur DVD/Blu Ray

  • Sprachen: japanisch, deutsch DD 2.0/ deutsch DTS HD 2.0
  • Untertitel: deutsch
  • Extras: Volume 1 mit Schuber, Mini-Episoden (25 Min.), Aufnäher, Lesezeichen, Poster, 16-seitiges Booklet (limited Edition)

Attack on Titan

8.5

Gesamtwertung

8.5/10

Pro

  • wird dem Hype teilweise gerecht...

Kontra

  • ...erfindet das Rad aber nicht neu

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Written by 

Über zwanzig Jahre ein Anime Fan. Über zwanzig Jahre, fast dreißig Jahre ein Gamer. Fast 20 Jahre Manga Fan. Fast dreißig Jahre ein Japan Fan, der auch die kritische Seiten des Landes und der Politik sieht. Das bin ich und schon fast zehn Jahre bin ich nun als Hobbyschreiberling unterwegs um für euch zu berichten. Ich freue mich auf weitere spannende Jahre mit Fischi hier auf AI für euch liebe Fans von Anime, Manga, Games, Japan und und und.

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