Ghost in the Shell [Stand Alone Complex] The Laughing Man

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Seit nun mehr fast 22 Jahren ist der Ghost in the Shell Franchise auch bei uns immer wieder am Markt vertreten. Denn seit 1996, mit der Veröffentlichung des Films auf VHS, kommt man bei den gezeichneten Filmen nicht mehr um den Titel herum. Dieser Eindruck wurde dann mit der Veröffentlichung des Films auf DVD noch einmal untermauert und mit der Veröffentlichung der TV Serie „Stand Alone Complex“ endgültig zementiert. Selbst der Abschlussfilm „Solid State Society“ hatte es, dank Nipponart, sogar nach Deutschland geschafft. Allerdings fehlten bisher zwei Filme, denn in Japan ist es nicht unüblich, eine TV Serie auch als Film für eine Kinofassung aufzubereiten. Oft nimmt man sich hier die Rahmenhandlung vor und verbindet den roten Faden zu einem Film, ohne irgendwelche Füllepisoden. Ähnlich ist es damals auch den Staffeln von Stand Alone Complex ergangen, allerdings wurden die Filme nie von einem der drei bekannten Publisher wie Panini, Nipponart oder Universum Anime eingekauft. Nun hat sich allerdings KSM Anime als der schon vierte Publisher von GitS angenommen und veröffentlicht die Filme „The Laughing Man (Staffel 1), „Individual Eleven“ (Staffel 2) zur Serie und den Abschlussfilm „Solid State Society“ noch einmal neu. Den letzten Film haben wir schon unter die Lupe genommen und da gab es doch einen gewaltigen Dämpfer. Ob  die zwei weitere Filme hier besser abschneiden?

 

Cyberkriminelle und Sektion 9
Wir schreiben das Jahr 2030, die Menschen haben es doch tatsächlich geschafft sich von dem körperlichen Leben zu verabschieden und ihren Geist in hochmoderne Maschinen zu transferieren. Die Cyborgkörper sorgen nicht nur für ein extrem langes Leben, sondern auch für Gesundheit und eine schier unglaubliche Gehirnkapazität. Allerdings hat dies auch seine Schattenseiten, denn auf Grund der immer weiter fortschreitenden Computerisierung ist der Mensch auch Angreifbar geworden, da geht es nicht nur um Viren oder Trojaner, es geht vor allem um Hacking. Doch es wird nicht irgendetwas gehackt, sondern vor allem die Gehirne der Cyberkörper. Dabei werden nicht nur scheinbar fremdgehende Frauen indirekt beschattet, sondern auch Firmen ausspioniert aber auch Regierungsangehörige „abgehört“ und sogar ferngesteuert. Diese Entwicklung stellt die Schattenseite der großen technischen Errungenschaften dar und stellt auch die Polizeibehörden vor völlig neue Herausforderungen. Gelingt es doch den Hackern die modernen Sicherheitsvorkehrungen wie Gehirnbarrieren, zu durchbrechen und die „Ghost´s“ anzuzapfen.

Eigens dafür wurde von der Regierung eine völlig neue Spezialeinheit ins Leben gerufen, die Sektion 9. Sie ist spezialisiert auf Cyberkriminalität und soll solche schweren Fälle aufklären. Die Einheit unter der Führung von Daisuke Aramaki, soll nicht nur Cyberattacken verhindern, sondern auch Anschläge aufklären. Da die Möglichkeiten auf Grund der ausgefeilten Technik unbegrenzt erscheinen, um Spuren zu verwischen oder gar andere Menschen zu beschuldigen, muss ein Spezialist diese Spuren wieder finden. Dank Motoko Kusanagi und ihren außergewöhnlichen Cyber-Fähigkeiten, gelingt es immer wieder die Fälle aufzuklären. Natürlich steht sie nicht allein, immer an ihrer Seite ist der Kraftprotz Batou, auch er hat einen vollständen Cyberkörper und besitzt gute Fähigkeiten in Sachen Internet- und Hirnhacking. Er ist meist für das Grobe zuständig und kümmert sich einfach zu gerne um die mobilen und intelligenten Panzereinheiten: die Tachikomas. Ein weiteres wichtiges Mitglied der Truppe ist der ehemalige Polizist Togusa, er ist der einzige in der Einheit, der keinen kompletten Cyberkörper besitzt und nur eine Gehirnkapazitätserweiterung erhalten hat. Er stellt immer die menschliche und auch etwas unberechenbare Komponente des Teams dar. Schließlich sollen seinen Taten auch etwas unvorhersehbar sein, denn Unvorhersehbarkeit ist oft wichtig in dieser Welt voller Vernetzung.

 

der lachende Mann ist zurück
Doch es sind nicht nur Fälle wie das Manipulieren von Regierungsangehörigen oder die Aufklärung von Mordfällen, welche das Team beschäftigen. Es gibt einen Fall der wie ein Schatten über den verstaubten Akten der Polizeibehörde und der Sektion 9 zu thronen scheint. Denn vor einigen Jahren wurden diverse Firmen, welche Mikromaschinen zu Behandlung von Cyberkrankheiten herstellen, bedroht und erpresst. In dem Fall ging es damals um den Vorwurf, dass diese Maschinen bei einer Alzheimer ähnlichen Krankheit nicht wirken, dies aber vertuscht wurde und bessere, alternative Behandlungsmethoden keine Anwendung fanden. Sogar ein höheres Mitglied einer dieser Firmen wurde von einem unbekannten Mann vor der Kamera bedroht und sollte zu einer Aussage gezwungen werden. Bei dem unbekannten Mann handelte es sich um einen Hacker, welcher sein Gesicht Live und auch in späteren Übertragungen mit einem Smilie überlagert hatte. Der Hacker ging als „der lachende Mann“ in die Geschichte ein und schlug hohe Wellen. Diese Aktion zog weitere Erpressungsversuche verschiedener Firmen nach sich, doch dann war plötzlich schlagartig Ruhe und der Fall wurde nie wirklich aufgeklärt.
Doch seit geraumer Zeit tut sich in dem Fall wieder etwas, denn es gibt neue Erpressungsversuche, Hackerangriffe die nach dem „lachenden Mann“ aussehen und eine Abhörtechnik bei der Polizeibehörde bzw. der Abteilung die für den Fall noch zuständig ist. Ein ehemaliger Kollege von Togusa kommt bei einem Autounfall, welcher mehr als mysteriös ist, ums Leben. Doch als Fotos auftauchen die irgendwie im Zusammenhang mit dem lachenden Mann und der Ermittlungsabteilung bei der Polizei stehen, wird Sektion 9 hellhörig. Kurzerhand wird Togusa als Undercoveragent in ein abgeschirmtes Heim für Cyberkrankheiten eingeschleust und mit den Ermittlungen betraut. Allerdings gestaltet sich das als sehr umfangreich und umständlich, weil wohl der Hacker selbst seine Spuren mehr als nur gut verwischt hat und die neuen Taten auf den zweiten Blick mit dem alten Täter nichts zu tun haben. Es scheint vielmehr so, als sei es ein Trittbrettfahrer und eine Reihe von Straftaten die sogar in höchste Ebenen reichen. Als dann auf einer Pressekonferenz von der Polizei auch noch der lachende Mann aufzutauchen scheint, geraten die Dinge ein wenig aus dem Ruder und der Hacker von vor sechs Jahren scheint wieder da zu sein. Nun muss Sektion 9 noch tiefer graben, um den Fall nach so vielen Jahren doch noch lösen zu können und das bevor noch weitere Menschen ums Leben kommen.

zum Anime
Die OVA „The Laughing Man“ wurde unter er Regie von Kenji Kamiyama im Jahr 2005 als Film von Production I.G produziert. Dabei wurde der Handlungsstrang aus der TV Serie als Grundlage genommen zusammengeschnitten und durch weitere Szenen ergänzt. Dadurch wurde der Film ganze 160 Minuten lang. Natürlich vielen dabei die vielen „Füllepisoden“ weg und nur die Geschichte um den lachenden Mann blieb übrig. Das Charakterdesign wurde von Makoto Shimomura entworfen. Eigens für den Film, mussten noch einmal einige Szenen eingesprochen werden, dafür wurden die original Sprecher noch einmal ans Mikrophon geholt.

Für die deutsche Fassung wurden die Synchronsprecher TV SciFi- Serie „Stargate SG1“ engagiert. Sprecher wie Christin Marquitan (spricht Motoko), Tilo Schmitz (Batou) und Hasso Zorn (Aramaki) sorgten für eine sehr hochwertige deutsche Umsetzung der Animeserie. Bei „The Laughing Man“ hat sich KSM Anime tatsächlich mit dem Synchronstudio noch einmal bemüht alle Sprecher noch einmal für den Film ins Studio zu holen. So wird Major Kusanagi wieder von Christin Marquitan, Batou von Tilo Schmitz, Togusa von Klaus-Peter Grap und Ichikawa von Erich Räuker gesprochen. Selbst einige kleinere Rollen wurden bestmöglich mit den „alten“ Sprechern besetzt und selbst zwei der vier Tachikoma- Stimmen(u.a. Daniela Reidies, Anja Rybiczka) sind wieder mit an Bord. Einzig Aramaki ging nicht mehr zu besetzen, da Hasso Zorn leider verstorben ist. Seit Ghost in the Shell Arise wird der Chief von Joachim Tennstedt gesprochen

Der Film wird als „Future Pak“ in einer limitierten Auflage bei KSM Anime erscheinen. Ob es danach auch eine „normale“ Version erscheint, ist noch unklar.

 

Fazit
„The Laughing Man“ ist im Grunde ein Zusammenschnitt der Hauptgeschichte aus „Stand Alone Complex“, allerdings gibt der Film die Handlung in etwas komprimierter Form wieder, was den Fans der Geschichte sicherlich gefallen dürfte. Besonders interessant: es gibt einige neue Szenen, welche es so in der Serie nicht zu sehen gab. Allerdings sollte man auch die 160 Minuten sind unterschätzen, denn er soll ja die Serie in gestraffter Form widergeben. Leider merkt man das auch an der einen oder anderen Stelle, denn der Schnitt ist nicht immer ganz Sauber und der Charme, welcher durch die Tachikoma aufkommt, geht im Film etwas verloren. Trotzdem kann selbst der geneigte Fan getrost zum Film greifen, allerdings finde ich den Preis ein wenig hoch angesetzt, selbst für eine limitierte Version. Aber eventuell tut sich da ja noch was. Durch die gewohnte deutsche Besetzung solltet ihr auf jeden Fall einen Blick riskieren, vor allem weil auch der Disk noch eine Episode „Der Alltag der Tachikomas“ enthalten ist.

 

wir danken KSM Anime für das Rezensionsexemplar

  • Genre: Action/SciFi/Cyberpunk
  • Entstehungsjahr: 2005
  • Typ: OVA
  • Regie: Kenji Kamiyama
  • Charakterdesign: Makoto Shimomura

zur DVD/Blu Ray

  • Sprachen: japanisch, deutsch DD 5.1/DTS-HD MA 5.1
  • Untertitel: deutsch
  • Extras: Making Of, Bonusclips, Bildergalerie

Ghost in the Shell [S.A.C.] The Laughing Man

8.2

Gesamtwertung

8.2/10

Pro

  • gute deutsche Stimmen
  • ohne Füllepisoden
  • immernoch spannend

Kontra

  • Schnitt etwas seltsam
  • die Tachikoma kommen zu kurz

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Fan von Anime/Manga wie Bubblegum Crisis, Armitage III, Gunsmith Cats, Heimliche Blicke, Ranma 1/2 und liebt Filme wie Ghostbusters, Marvel, DC. Spielt allerdings auch gerne Games wie Batman Arkham Reihe, Assassins Creed Origins, Carmageddon und vieles mehr Seit mehr als 17 Jahren Admin von Anime Illusion und immer noch mit Spaß an der Sache.

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