Kimba der weiße Löwe

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Es ist wirklich sehr lange her, dass dieser Anime das erste Mal bei uns ausgestrahlt wurde (1977), ein echter Klassiker also. Viele werden sich noch gut oder wenigstens verschwommen an die Abenteuer des kleinen weißen Löwen Kimba erinnern. Saßen wir doch als Kinder gespannt vor dem Fernseher und haben erwartungsvoll jede Folge herbeigesehnt und angeschaut.

Kimba der kleine weiße Löwe der gleich zu Anfang seines jungen Lebens seine Eltern verliert, sein Vater Cäsar wird von Wilderen erschossen und seine Mutter in Gefangenschaft genommen. Cäsar war der König des Dschungels, eine majestätische Erscheinung, alle Tiere hatten Respekt vor ihm, weil er Harmonie und Frieden im Dschungel für alle wollte. Doch alles Glück wehrt nicht ewig und als eines Tages Wilderer seine Gefährtin gefangen nehmen, ist Cäsar bestrebt sie so schnell wie möglich zu befreien, bei dem Versucht stirbt er. Seine Gefährtin wird auf ein Schiff gebracht, mit dem Ziel sie in einen Zoo zu verfrachten, auf dieser Reise bringt sie ihren Sohn zur Welt und nennt ihn Kimba, ganz im Sinne seines Vaters. Da nur Kimba die Möglichkeit hat durch die engen Gitterstäbe zu gelangen, drängt ihn seine Mutter das Schiff so schnell wie möglich zu verlassen und das Vermächtnis seines Vaters weiterzuführen, Harmonie und Frieden im Dschungel zwischen den Tieren und Menschen.

Ein schwerer Sturm war aufgezogen und das Schiff wurde wie eine Feder zwischen den Wellen hin und her gerissen. Trotz Zweifel stürzt sich Kimba ins Wasser, mit dem Wissen das er seine Mutter nie wiedersehen wird, kurz danach geht das Schiff in den Fluten unter und sinkt auf den Grund des Meeres. Mit aller Kraft und etwas Hilfe schafft es Kimba das rettende Ufer zu erreichen. eine lange Reise bis in den heimischen Dschungel steht Kimba bevor, doch er hat Glück und trifft unterwegs viele Tiere, die ihm bei seinem Weg beistehen und unterstützen. Und so kehrt er in seine Heimat zurück und trifft dort auf seine neuen Freunde: den Pavian Daniel, Papagei Pauly und Antilope Bucky. Diese drei werden seine besten Freunde und unterstützen ihn in seinem schwierigen Vorhaben.

Auf seiner Reise in den Dschungel hat er auch die menschliche Stadt gesehen und nach deren Vorbild will er nun den Dschungel aufbauen, als erstes soll für jedes Tier Platz sein und es soll sich sicher fühlen. Niemand soll den anderen mehr fressen, so können auch die schwachen überleben. Aber irgendwas müssen die Tiere ja fressen, also beginnen alle wie auf einer Farm Beete anzulegen und so für ihr Futter zu sorgen. Dies ist aber nicht so einfach wie es sich anhört, schließlich müssen die Pflanzen ja erst mal wachsen und das dauert seine Zeit. In der Zwischenzeit wird langsam das vegetarische Futter knapp, da jetzt mehr Tiere zu versorgen sind. Es kommt wie nicht anders zu erwarten zu Spannungen unter den Tieren. Aber trotz aller Schwierigkeiten gibt es trotzdem noch Spaß unter den Tieren, ein kleiner Wettkampf unter den Tieren um das beste Restaurant im Dschungel verspricht einen Menge Abwechslung.

Natürlich finden Kimbas Ideen nicht bei jedem Anklang, der Wasserbüffel Samson, der braune Löwe Klaue, der Nashornboss Rhino, der Mandrill- Affe „Bigot“ und andere sind so gar nicht von dem Ganzen begeistert. Sie machen Kimba das Leben schwer und versuchen ihrerseits die Herrschaft über den Dschungel zu erlangen und Kimba in seine Schranken zu verweisen. Aber nicht nur gegen tierische Gegner muss sich der kleine weiße Löwe zur Wehr setzen, auch die Natur hat einiges an Gemeinheiten zu bieten. Erdbeben, Rauchpilz und radioaktive Strahlung zwingen Kimba und seine Freunde ihre ganze Kraft und Erfahrung einzusetzen…

zum Anime
Die Serie von Kimba dem weißen Löwen beruht auf dem Manga „Janguru Taitei“ von Osama Tezuka. In Japan erschien dieser von November 1950 bis April 1954 beim Gakudosha Verlag. Später gab es zu den Einzelkapiteln auch drei Sammelbänden. Es gab zwei weiter Auflagen des Mangas und in den 60er und 70er Jahren überarbeitete Tezuka die Geschichte einige Male, er zeichnete weitere Serien und Remakes rund um Kimba. Eine endgültige Fassung erschien 1977. Mit über 600 Seiten war es die erste Arbeit von Tezuka, die in einem Magazine veröffentlicht wurde und schnell zu einem Erfolg wurde, seine Arbeit wurde stark von Disneys „Bambi“ beeinflusst,  man sagt auch es handelt sich um die japanische Antwort auf „Bambi“. Erst 2001 erschien der Manga auch bei uns bei Carlsen Comics in drei Bänden. 2012 erschien eine Neuauflage in 2 Hardcover-Bänden.

Der Anime wurde in Japan das erste Mal vom 6. Oktober 1965 bis zum 28. September 1966 ausgestrahlt, danach folgten Ausstrahlungen in den USA, Frankreich, Spanien, Lateinamerika, Italien, Portugal und auf den Philippinen. Erst 1977 wurde Kimba bei uns in Deutschland im ZDF erstmals ausgestrahlt, diese Fassung bestand jedoch nur aus 39 statt 52 Folgen. Die fehlenden Episoden wurden später als Bestandteil der Fortsetzungsserie „Boubou, der König der Tiere“ ausgestrahlt.

Im Original hieß der Löwe Leo, für die amerikanische und deutsche Fassung wurde der Name in Kimba geändert. Aus „Panja“ wurde im deutschen und amerikanischen Fernsehen dann „Cäsar“. Sat.1 und Junior wiederholten den Anime später nochmal. Jetzt hat Nipponart die Serie noch einmal lizensiert und veröffentlicht diese in einer völlig überarbeiteten Fassung. Das Bild wurde fast komplett von Fehlern befreit. In Japan sind der Manga und der Anime bis heute bekannt, sie stehen, neben „Astro Boy“ für das Gesamtwerk von Tezuka und haben in Japan die gleiche Bedeutung wie Mickey Maus und Donald Duck in Amerika. Die von Isao Tomita komponierte Musik ist zum Teil zur klassischen Kindermusik geworden.

Fazit
Noch heute ist Kimba ein vielgeliebter Anime, nicht nur für Kinder, sondern auch für alle die mit ihm groß geworden sind. Ein Zeitloser Klassiker, welcher auch in der heutigen Zeit noch ohne Probleme bestehen kann. Das Upgrade auf die Blu Ray Box solltet ihr auf jeden Fall wagen, denn das Bild war bei diesem Anime noch nie so scharf. Sicherlich sind wenige Szenen etwas „weich“, weil Skaliert (fehlendes Originalmaterial) aber der große Rest kann sich wirklich sehen lassen.

 

wir danken nipponart für das Rezensionsexemplar

 

  • Genre: Abenteuer
  • Entstehungsjahr: 1965
  • Typ: Serie
  • Regie: Hayashi Shigeyuki
  • Charakterdesign: original Design Osamu Tezuka

zur DVD/Blu Ray

  • Sprachen: deutsch DD 2.0/PCM 2.0
  • Untertitel: –
  • Extras: Sticker, Booklet

Kimba der weiße Löwe

8.1

Gesamtwertung

8.1/10

Pro

  • schönes Wiedersehen
  • sehr gut remastered
  • gesellschaftskritisch noch immer aktuell

Kontra

  • deutsche Synchronisation nicht mehr Zeitgemäß

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