Dragonball Z: Resurrection ‚F‘

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Am 26.07.2016 hatte ich das große Vergnügen, innerhalb einer Pressevorführung vorab einen Blick auf den kommenden Dragon Ball Anime-Film zu werfen, welcher bald seinen Kinostart feiert. Er heißt DRAGONBALL Z RESURRECTION ‚F‘ und ist nicht nur der neuste Film über die Abenteuer von Son Goku und seinen Freunden, es ist zudem der erste Anime und der erste Dragon Ball Film, welcher in Deutschland regulär in 3D im Kino startet.
Dies war auch für mich eine ganz neue Erfahrung, einen Anime in 3D zu schauen. Zudem erzählt dieser Film eine Geschichte, welche nach dem Manga und den Anime-Serien spielt. Dennoch ist es ein absolut Original, da Akira Toriyama höchst persönlich sowohl am Originalkonzept, dem Drehbuch und dem Charakterdesign gearbeitet hat. Lest hier nun, was euch erwartet.

Niedlich, denn „F“ kommt wieder
Freezer ist nach seinem Tod, sehr zu seinem Unmut, in die irdische Hölle geschickt worden. Dort muss er in einem Reich der Niedlichkeit höllische Qualen erleiden, da er zum einen gefangen gehalten wird und zum anderen, diese überall gegenwärtige Niedlichkeit für ihn mehr als nur ein bisschen unerträglich ist. Ob ihn einer seiner Gefolgsleute oder gar überhaupt jemand retten wird, ist mehr als unklar, zumal er ja eigentlich tot ist.
Sorbet ist nicht nur der derzeitige Anführer der Freezer Armee, zudem ist er seinem verstorbenen Meister immer noch treu ergeben. Sie sind derzeit mit der gesamten 100 Mann starken auf der Suche nach den Namekianern, da auch Sorbet von den sagenhaften Dragonball und ihrer Kraft gehört hat. Dadurch erhoffen sie sich Meister Freezer retten zu können. Leider finden sie aber keinen aus diesem Volk und so bleibt ihnen nur die Erde als einziger Planet, wo sie die magischen Kugeln finden können. Dennoch ist dieses Unterfangen nicht gänzlich ungefährlich, da sich dort die Super Saiyajin befinden, welche für das Ende ihres Meisters verantwortlich sind.
So macht sich Sorbet nur mit seinem treuesten Gefolgsmann Tagoma auf den Weg zu dem blauen Planeten, wo sie hoffen das man die Gegenwart ihrer beiden Auren nicht bemerken wird. Auf der Erde angekommen benutzen sie Prinz Pilaf und seinen beiden Gefolgsleute Shou und Mai, welche schon sechs der sieben Dragon Ball gefunden haben. Aus Angst vor diesen übermächtigen Gegnern, leisten die drei in ihren kindlichen Körpern keine Gegenwehr. Da der letzte Dragon Ball theoretisch unerreichbar tief am Meeresgrund liegt, denken sie auch, dass die beiden Fremden ihn unmöglich holen können. Allerdings kann Tagoma besser tauchen als sie dachten. Mit der Hilfe von Shenlong wird Meister Freezer wieder ins Leben zurückgeholt, wenn auch vorerst in einzelnen Stücken, aber Sorbet hat eine Replikatoren Technik an Bord des Mutterschiffes, welche ihren Meister wieder komplett macht.

Derweil sind Son Goku und Vegeta auf dem Planeten von Beerus dem Gott der Zerstörung und trainieren mit Whis um stärker zu werden. Ihre Freunde auf der Erde gehen ganz normal ihrem Leben und ihren Berufen nach. Doch dann erhält Bulma die Warnung das Freezer wieder zurück und am Leben und auf dem Weg zur Erde ist, um diese anzugreifen. Diese Nachricht ist mehr als schlimm, zumal gerade Son Guko und Vegeta nicht da sind und Whis trotz des Erdbeer Eisbechers nicht sofort antwortet. Können sie die Erde auch ohne die beiden beschützen?
Die Geschichte in neuen Film spielt nach den Ereignissen im Manga und selbst die Anime-Serie Dragon Ball Z erzählt die Geschichte nicht soweit. Hier wurde eine ganz neue Storyline geschaffen, in der die Figuren Beerus und Whis aus dem letzten Dragon Ball Film ebenfalls wieder mit dabei sind und die Reihe von Son Gokus Freunden erweitern.
Toriyama wollte dieses Mal absichtlich wieder mehr auf Action setzen und so dem Szenario einer großen Schlacht, mit der Tausend Mann starken Freezer Armee, näher zu kommen. So hat er einen neuen Film geschaffen, das mehr nach den alten Werken kommt und eine epische Schlacht verspricht, mit einer Kampfkraft bei allen beteiligten, die jegliches Maß sprengt.
Dennoch muss man auch sagen, das Dragon Ball einfach an seine Grenzen stößt. Die Gegner werden immer stärker, die Super Saiyajins aber auch. Wenn die Kräfte solche Ausmaße wie in Resurrection erreichen, dann ist da nicht mehr viel Luft nach oben. Ich sehe hier maximal Potenzial für noch einen Film, da dies die Nummer zwanzig wäre, könnte man so einen schönen Abschluss machen. Aber mit den Kräften wie sie hier gezeigt werden, so episch das auch sein mag, ist einfach wenig Platz für mehr.

Charaktere ins richtige Bild gerückt?
Bis auf Sorbet und seine beiden Gefolgsleute, gibt es dieses Mal keine wirklich neuen Charaktere. Alle die eine starke Rolle spielen sind aus früheren Serien oder Filmen des Dragon Ball Universums bekannt. Tatsächlich spielen die neuen Charaktere auch nur Nebenrollen, die zum Teil zwar wichtig für die Story sind, aber wenig beleuchtet werden. Am meisten erfährt man dabei noch über Sorbet.
Freezer ist wie immer ein echtes Ekel, das alles tut damit man ihn nicht gernhaben kann. Ich möchte sogar sagen, seien Arroganz und Ignoranz sind noch einmal verstärkt worden, neben seiner Kampfkraft. Son Goku und Vegeta sind wie immer im Streit miteinander und der ewige Wettkampf der beiden setzt sich auch dieses Mal fort. Allerdings ist Vegeta trotz seines ewigen Meckerns auch gewachsen und wirkt zumindest für seine Verhältnisse ein wenig freundlicher.
Der Fokus wurde hier auf die Son Goku, Vegeta und Freezer gelegt, obwohl man auch einige der alten Freunde sieht, sind sie hier die wichtigen Charaktere. Selbst Beeru und Whis sind hier nur Nebendarsteller. Insgesamt gefällt mir die Aufteilung, gerade da es sich nur um einen Kinofilm handelt, macht es Sinn sich auf bestimmte Charaktere zu konzentrieren. So kommt mehr Harmonie in das Werk, was ihm deutlich zu Gute kommt.

Es war interessant einen Anime in 3D zu schauen. Ein ganz neues und ungewohntes Gefühl. Ich bin mir hier unsicher wie ich das aufnehmen soll, da man die 3D Effekte zwar wahrnimmt, sie aber anders sind als im Realfilm. Ich denke hier fehlen noch weitere Anime, damit man einen Vergleich bekommt. Insgesamt fand ich es zumindest nicht schlecht.
Was die restlichen Animationen angeht, sind sie auf einem guten Niveau, ein wenig höher als die aktuellste Dragon Ball Anime-Serie, aber es wäre hier durchaus mehr möglich gewesen. Manchmal denke ich das der eigentliche Stil, welchen man als Fan kennt, auch zum Teil die Entwicklung ein wenig stoppt. So haben wir zwar durchaus eine gute Animation in dem Film und echt tolle Effekte, aber manche Darstellung zeigt, dass man nur den eigentlichen Stil aufpoliert hat. Hier würde ich mir persönlich mehr Mut zu Neuerungen wünschen. Bitte versteht mich nicht falsch, die Animationen sind schon gut, aber sächlich ohne Fanbrille auf der Nase, sehe ich hier noch mehr Potenzial.

Auf die Ohren!
Der Kinofilm wurde mit deutscher Synchronisation gezeigt, daher kann ich hier auch nur auf diese eingehen. Die Blu-ray und DVD Version wird mit hoher Wahrscheinlichkeit mehrere Tonspuren haben.
Die gezeigte Synchronisation war gut und es sind mir hier auf Anhieb keine groben Fehler aufgefallen. Innerhalb der Kämpfe gab es die gewohnten Toneffekte und Freezer hat Schritte erhalten als eigenen Ton. Das fiel besonders auf, da es einige Szene gibt wo dieser recht dominant sein musste. Zum O-Ton kann ich nichts sagen.

Im musikalischen Bereich haben wir als Kampfhymne den Song ‚F‘ von der Band „Maximum the Hormone“. Dieser diente Toriyama als Inspiration für diesen Film und daher kommt auch das ‚F‘ im Titel, welches für Freezer steht. Der Song im Opening heißt „Z no Chikai“ und kommt von der Idol Band „Momoiro Clover Z“.

Fazit
So gut mir als Fan der dieser Anime auch gefallen hat, so neutral sehe ich ihn, wenn ich es ohne die Dragon Ball Brille betrachte. Die Schlacht ist absolut Episch, eine Armee von 1000 Mann auf Seiten von Freezer, die Freunde erneut vereint im Kampf für das gute, ist alles was ich als Fan haben mag.
Aber die Gegner werden auch immer Stärker, die Kräfte von Son Goku und Vegeta steigen ebenfalls, mit Beerus ist ein Gott in dem Universum aufgetaucht der Planeten zerstören kann. Over 9000 ist lange vorbei und die Grenze dessen, was möglich ist, ist fast erreicht. Dies stimmt mich irgendwo traurig und zeigt auch das, das Potenzial des Universums fast erschöpft ist.
Dies ist für mich auch der Nachteil innerhalb der Story, dass man erneut einen draufsetzen musste, am Ende aber eigentlich unter dem des Vorgängers blieb. Beerus ist nach wie vor so stark, da Son Goku und Vegeta keine Chance gegen ihn hätten und dann ist da immer noch Whis, dessen tatsächliche Kraft absolut unbekannt ist. Dagegen ist Freezer schon fast wie ein Schritt nach hinten, obwohl das Power Level hier wieder stark angehoben wurde.
Insgesamt ist DRAGONBALL Z RESURRECTION ‚F‘ ein guter Film und macht mein Fanherz glücklich. Er hat dennoch kleine schwächen in der Story und lässt wenig Luft nach oben. Ich hoffe das er nur die Vorbereitung ist, damit mit dem nächsten Film ein würdiger Abschluss des Universums kommt.

 

wir danken Kazé für das Rezensionsexemplar

  • Genre: Action
  • Entstehungsjahr: 2015
  • Typ: Movie
  • Regie: Tadayoshi Yamamuro
  • Charakterdesign: Akira Toriyama

zur DVD/Blu Ray

  • Sprachen: japanisch, deutsch DD 5.1/DTS-HD 5.1
  • Untertitel: deutsch
  • Extras: Trailer

8.5

Gesamtwertung

8.5 /10

Pro

  • gute deutsche Synchronisation
  • viel Action
  • coole Inszenierung

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Written by 

Über zwanzig Jahre ein Anime Fan. Über zwanzig Jahre, fast dreißig Jahre ein Gamer. Fast 20 Jahre Manga Fan. Fast dreißig Jahre ein Japan Fan, der auch die kritische Seiten des Landes und der Politik sieht. Das bin ich und schon fast zehn Jahre bin ich nun als Hobbyschreiberling unterwegs um für euch zu berichten. Ich freue mich auf weitere spannende Jahre mit Fischi hier auf AI für euch liebe Fans von Anime, Manga, Games, Japan und und und.

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