Nausicaä: Aus dem Tal der Winde

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Durch Krieg und Zerstörung ist aus dem Großteil der Erde ein Ödland geworden. Überall Felsen, Stein und Staub. Und nur sehr wenig erinnert noch an die „alte“ Zeit und nur sehr wenig an die damalige Zivilisation. Es hat sich auf einst grünen Wiesen ein riesiger Pilzwald, von allen nur Meer der Fäulnis genannt, ausgebreitet, seine Sporen die in der Luft herumfliegen sind für die übriggebliebenen Mensch hochgiftig, nur 5 min ohne Atemmaske dort und man kehrt nie wieder nach Hause zurück.
Eine letzte fruchtbare Zufluchtsstätte ist das Tal der Winde, dort können sich die Sporen der Pilz nur sehr schwer festsetzen, weil die natürlichen Aufwinde dies verhindern. Die Menschen in diesem Tal geben sich größte Mühe im Einklang mit der Natur zu leben und so dem Untergang durch die Verbreitung der Pilzsporen zu entgehen.

Hier lebt auch Nausicaä, ein junges Mädchen und Prinzessin des Volkes, welches ein ausgeprägtes Gespür für die Natur, den Wind und die Tiere hat. Sie hat die Hoffnung noch nicht aufgegeben eines Tages etwas gegen die Verbreitung des Meers der Fäulnis zu finden. Nausicaä begibt sich öfter direkt in den Wald und sammelt dort Sporen ein, nach und nach hat sie festgestellt, dass durch sauberes Wasser und gute Erde die Pilze keine giftigen Sporen mehr verbreiten. Aber wird ihr das zur Hilfe bei der Rettung ihres Volkes werden?
Denn es ist nicht nur der Wald und seine Insekten die eine Bedrohung darstellten, sondern auch die anderen Völker. Mitten in der Nacht geht ein ohrenbetäubendes Geräusch über das Tal her und die Bewohner schauen besorgt zum Himmel. Dort oben ist ein riesiges Flugzeug, welches Schwierigkeiten zu haben schein, Nausicaä schwingt sich auf ihren Gleiter und fliegt dem Frachter zur Hilfe, aber es ist zu spät, das Flugzeug stürzt ab und zerschellt am Boden. Überall ragen die Flammen empor, aber nicht alles ist zerstört, Nausicaä findet ein junges Mädchen unter den Trümmern, das seltsame: warum ist sie gefesselt? Mit letzter Kraft kann sie noch ihren Namen sagen und bittet Nausicaä die gesamte Fracht zu zerstören.
Trotz Nausicaäs glauben, wurde nicht alles bei dem Feuer zerstört, ein riesiges eiförmiges etwas konnte das Feuer nichts anhaben, aber was ist das?

Die Flammen sind grade erst gelöscht worden und etwas Ruhe ist in der Bevölkerung eingezogen, da naht auch schon das nächste Unheil. Eine ganze Flotte von Flugzeugen steuert das Tal der Winde an. Sie sind nicht gerade auf einen Freundschaftsbesuch aus, bei ihrer Landung nehmen sie keine Rücksicht auf Menschen oder Gebäude, was im Weg steht muss halt weg. Panik unter dem Volk von Nausicaä alle fliehen zur Burg um dort Schutz zu suchen. Nausicaä eilt zu ihrem Vater, aber sie kommt zu spät, die fremden haben ihn ermordet.
Die Angreifer kommen aus dem Königreich Torumekia, sie wollen das eiförmige etwas von dem Absturz. Nausicaä und ihre Leute erfahren, dass es sich hierbei um den letzten der Kriegstitanen handelt, welcher noch in der Reifung ist. Die Torumekianer wollen mit seiner Hilfe das Meer der Fäulnis zerstören und mit ihm die Insekten.

Ein sehr unüberlegtes Unterfangen, da unter dem Wald der Fäulnis ein riesiges natürliches Netz der Wasserreinigung existiert, nur durch diesen ist das Grundwasser noch trinkbar. Auf keinen Fall kann Nausicaä zulassen, dass der Wald dem Erdboden gleich gemacht wird. Für sie begingt ein schwieriger Weg zwischen der Rettung ihres Volkes und einer friedlichen Koexistenz zwischen dem Wald und den Menschen.
Aber auch das Meer der Fäulnis gibt sich gegen die Menschen nicht einfach so geschlagen und schickt seine Insekten in den Kampf. Auch diese Insekten liegen Nausicaä am Herzen und so kämpft sie auch für diese Lebewesen um auch deren Existenz zu sichern.
Ein fast aussichtsloses Unterfangen, aber Nausicaä hat Freunde, die ihr in diesem Kampf zur Seite stehen, aber wird sie dies auch wirklich schaffen und wie wird die Zukunft dann aussehen??

Mit Nausicaä- Aus dem Tal der Winde hat Regisseur Hayao Miyazaki seinen weltweiten Durchbruch geschafft, mit dem Erfolg von Nausicaä konnte es 1985 das berühmte japanische Zeichentrickfilmstudio Ghibli gründen. 1985 erwarb die Firma New World Pictures die Rechte an Nausicaä und kürzte nicht nur die Handlung um fast 1/5 sondern änderte auch Personen und Teile der Handlung. Dies stieß in Fachkreisen auf große Kritik, weil so auch die Aussage des Anime verändert wurde. 1996 distanzierte sich auch das Studio Ghibli von der gekürzten Fassung.
In ungekürzter Fassung ist im September 2005 Nausicaä bei Universum Film erschien und der Film im April 2011, natürlich ungekürzt.
Hayao Miyazaki schrieb den Geschichte um Nausicaä weil er so überwältigt war, über die Selbstheilung der Natur. Auch ein wirkliches Ereignis regte seine Fantasie an: die Verschmutzung der japanischen Küste vor Minamata mit Quecksilber. Die Menschen dort hörten auf die Fische zu fangen und Jahre später hatte sich die Natur selbst geholfen, es gab immer mehr Fische dort.
Nausikaa ist ursprünglich der Name einer phaiakischen Prinzessin, der griechischen Mythologie zufolge soll sie Odysseus das Blut abgewaschen haben, im Anime trägt Nausicaä am Ende ein blaues Kleid, gefärbt vom „Insektenblut“.
Und vielleicht noch lustig für alle Star Trek Fans: die Hauptfigur Nausicaä stand Pate für eine Rasse im Star Trek Universum: die Nausicaaner.

 

wir danken Universum Anime für das Rezensionsmaterial

 

  • Genre: Abenteuer
  • Entstehungsjahr: 1984
  • Typ: Movie
  • Regie: Hayao Miyazaki
  • Charakterdesign: Hayao Miyazaki

zur DVD/Blu Ray

  • Sprachen: japanisch, deutsch DD 2.0/japanisch, deutsch DTS HD 2.0
  • Untertitel: deutsch
  • Extras: Storyboard zum Film, Interview Toshio Suzuki u. Hideaki Anno

Nausicaä: Aus dem Tal der Winde

8.3

Gesamtwertung

8.3/10

Pro

  • gute deutsche Synchronisation
  • interessante Geschichte
  • spannend

Kontra

  • einige Längen
  • deutsche Synchronisation nur in Stereo

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