Tokyo Magnitude 8.0

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Die Menschen haben sich auf unserer Mutter- Erde fast überall angesiedelt, dabei bewohnen wir natürlich auch Gebiete die immer wieder von der Natur verändert werden. Wir bezeichnen solche Ereignisse, wenn sie stärker sind, durchaus als Naturkatastrophe. In den USA gibt es in vielen Gebieten fast über das ganze Jahr hinweg Tornados und in Japan immer mal wieder Erdbeben. In vielen Fällen sind solche Naturereignisse nicht so verheerend weil wir immer mehr vorausschauen können was uns erwarten könnte, Frühwarensysteme helfen hier Menschenleben zu retten. Doch es gibt Katastrophen die man nicht vorhersehen kann, wie im März 2011 in Japan.

Eine ähnliche düstere Geschichte erzählt der elfteilige Anime Tokyo Magnitude 8.0, dabei stehen einige Menschen bzw. ein Mädchen im Mittelpunkt.

Erzählt wird die Geschichte aus dem Blickwinkel der dreizehnjährigen Mirai Onosawa, sie ist scheinbar ein normales Mädchen, doch sie hat viele persönliche Probleme. Die Sommerferien beginnen und Mirai bekommt ihr Zeugnis, scheint aber eher unzufrieden und frustriert, kann auch daher kaum Freude empfinden. Zu allem Übel hat sie auch Probleme mit ihren Eltern, diese sind fast immer beschäftigt und verstehen sich untereinander auch nicht mehr so gut. Dann ist da noch ihr Bruder, um den sie sich gerade kümmern muss und die drückende Hitze im Sommer, einfach alles ist für Mirai schlecht und negativ.

Die Situation bessert sich auch nicht als sie ihren Bruder Yuuki in eine Ausstellung für Robotertechnologie im Staatsmuseum mit nehmen muss, der Spaß bleibt für sie auf der Strecke und eine leichte Abneigung machte sich breit, sie kann die Begeisterung ihren Bruders für die Roboter nicht nachvollziehen. Ihr Bruder macht plötzlich den Vorschlag noch schnell ein Geschenk für ihre Mutter zu besorgen, sie hatte ja am Vortag Geburtstag und ein kleines Geschenk wäre angebracht.
Nach den Besorgungen im Shop wird der Aufbruch der beiden durch den Toilettenbesuch des Bruders ausgebremst. Während der Wartezeit denkt sie selbst noch mal über ihr, wie sie selbst meint, depressives Leben nach, dabei geht sie schon mal voraus und warten an der Frischen Luft auf ihren Bruder.
Plötzlich passiert es, die Erde fängt unter den Füßen des dreizehnjährigen Mädchens an zu Vibrieren und kurz darauf wird ein echtes Erdbeben daraus. Um sie herum bilden sich Risse in Wänden, Brücken stürzen ein und das Einkaufszentrum beginnt langsam einzustürzen. Die anfängliche Verwunderung weicht sehr kurz darauf der Sorge um ihren Bruder und sie macht sich auf die Suche, dabei begegnet sie der jungen Motorradkurierin Mari Kusakabe, sie schließt sich der Suche nach Mirai´s Bruder an und finden Yuuki tatsächlich auch.
Ab jetzt beginnt eine beschwerliche Reise zu Fuß durch das teils stark zerstörte Tokio, dabei begegnen sie immer wieder Situationen die für das Überleben wichtig sind. Dazu zählen vor allem die Suche nach Nahrungsmitteln, Wasser und auch einfach nur der Gang zur Toilette. Der Weg wird schwer und die drei sind auf sich allein gestellt. Doch es wird nicht einfacher, immer wieder wird Tokio von Nachbeben erschüttert und erschwert den Rückweg nach Hause, dabei entgehen sie oftmals nur sehr knapp dem Tod. Mirai beginnt über ihre Familiensituation nachzudenken und kann mit den Konflikten mit ihrem Bruder und ihren Eltern abschließen. Doch als dann Yuuki zusammenbricht nimmt die Geschichte noch mal richtig Fahrt auf und ein noch schwerer Weg für die dreizehnjährige Schülerin beginnt.

zum Anime
Der Anime entstand 2009 unter der Regie Masaki Tachibana unter Kooperation mit dem Animationsstudio BONES, welches sich schon für andere Anime- Serien wie Ouran High School Host Club verantwortlich zeichnete und Kinema Citrus (.hack//Quantum). Das Drehbuch stammt von Natsuko Takahashi und die Serie lief ab dem 9. Juli 2009 auf dem TV Sender Fuji TV.
Um die Geschichte möglichst authentisch erzählen zu können, soll das Studio Bones echte Erbebenmessungen herangezogen und auch mit betroffenen Personen gesprochen haben. Man wollte die Situation nach einem Beben der Stärke 8.0 möglichst genau nachbilden.

Fazit
Die Anime- Serie ist nichts für einen netten Fernsehabend zwischendurch. Denn Spannung und Dramatik gehen hier Hand in Hand und ziehen den Zuschauer zunehmend in ihren Bann. Dabei fiebert man mit der depressiven Mirai so richtig mit und hofft einfach das es bald vorbei ist. Wir fühlten und etwas an „Die letzten Glühwürmchen“ erinnert, denn auch hier wurden zwei Kinder in mitten eines Kriegen begleitet, immer in der Hoffnung auf das Überleben. Eine Ähnliche Situation wurde hier auch geschaffen, nur das als Grundlage ein Erdbeben dient. Auch in Tokyo Magnitude 8.0 gibt es kein hundertprozentiges Happy End.
Wir haben mit gefiebert und waren angetan von der Erzählweise der Serie, der Mut solch eine Geschichte zu erzählen- Hut ab. Das Rad wird zwar hier nicht neu erfunden aber echt gut erzählt. Wir sagen Daumen hoch für diesen Anime.

SF meint
Es ist schon beängstigen wie nah Anime und Wirklichkeit beieinander liegen können, wenn ich so an März 2011 zurück denke. Der Anime macht keinen Spaß und das soll er auch nicht aber er ist gut gemacht. Tokyo Magnitude 8.0 kommt glaubhaft rüber und man kann den Hauptdarstellern durch aus nachempfinden und das ist es, was bei solch einem Format wichtig ist.

 

wir danken Universum Anime für das Rezensionsmaterial

 

  • Genre: Drama
  • Entstehungsjahr: 2009
  • Typ: Serie
  • Regie: Masaki Tachibana
  • Charakterdesign: –

zur DVD/Blu Ray

  • Sprachen: japanisch, deutsch DD 5.1
  • Untertitel: deutsch
  • Extras: Original Trailer, japanische TV Spots, Yuuki Onozawa Memorial Photoshow

Tokyo Magnitude 8.0

8.6

Gesamtwertung

8.6/10

Pro

  • gute deutsche Synchronisation
  • interessante Geschichte

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Written by 

Fan von Anime/Manga wie Bubblegum Crisis, Armitage III, Gunsmith Cats, Heimliche Blicke, Ranma 1/2 und liebt Filme wie Ghostbusters, Marvel, DC. Spielt allerdings auch gerne Games wie Batman Arkham Reihe, Assassins Creed Origins, Carmageddon und vieles mehr Seit mehr als 17 Jahren Admin von Anime Illusion und immer noch mit Spaß an der Sache.

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