Berserk: Das goldene Zeitalter II

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Schlachten sind zum Schlagen da und wer schlägt die Schlachten? Gesteuert von gierigen Königen, immer auf der Jagd nach neuem Land zum Besitzen, werden riesige Kämpfe ausgetragen, in diesen tummeln sich dann tausende von Kriegern, einige von ihnen sind besonders blutgierig und genießen das Bad im roten Saft förmlich. Viele von ihnen fallen im Kampf, um ihrem König zu dienen, während diese auf Kissen gebettet, zwischen den wohlgeformten Oberweiten ihrer Bediensteten die Zeit genießen. In solchen Zeiten sind Söldner ein absolut wichtiges Gut, gerade wenn die eigenen Armeen in den Schlachten um Land, Güter und Frauen immer knapper werden.

Genau in dieser Situation kamen die „Falken“, eine Söldnertruppe rund um den Anführer Griffith, genau recht. Der König von Midland liegt im Krieg mit anderen Königen und kann sich derer nur schwer erwehren. Daher schließen sich die Falken, mit dem übermütigen Guts im Gefolge, der Armee von Midland an und bestreiten viele Kämpfe für den König um Land zurück zu erobern und einen Frieden zu erreichen. Genau dieser Frieden scheint greifbar nah, denn das Tudor Imperium scheint unbesiegbar, ist doch ihre Armee im Kampf einzigartig und geht taktisch sehr klug vor. So kommt es, das viele Streitkräfte schon an den Mauern des Königreiches regelrecht abgemetzelt wurden und in ihrem eignen Blut baden.
Hier bietet sich für Griffith eine einzigartige Chance, er schlägt dem König vor, mit seinen knapp 5000 Männern, in die Schlacht zu ziehen um die Tudors zu besiegen. Denn er hat noch ein kleines Ass im Ärmel, in einer Schlacht zuvor, ist es gelungen einen Heerführer zu fassen, dieser wird beim noch Kampf wichtig sein…
Noch vor dem Kampf haben aber Guts und die Amazone Kjaskar noch ganz andere Probleme, denn in der voran gehenden Schlacht wird der jungen Amazone plötzlich ganz anders und wird fast ein leichtes Opfer des Kampfes, nur dem ungestümen Guts gelingt es sie zu retten, ein Katz und Maus Spiel beginnt.
Genau bei dieser Verfolgung, gelingt es den Heerführer gefangen zu nehmen und den Rest an Kriegern aus seiner Reihe zu besiegen.
Zurück auf dem Schlachtfeld sieht man nur, wie die Kamera wild durch das Schlachtfeld fährt, sich in die Egoperspektive von Guts bewegt und mit jeden Schwerthieb, mehr Blut auf die Linse spritzt. Einen Schnitt Später kommt es zum Showdown der Besten Kämpfer unter den beiden Parteien und der Blick geht wieder in Richtung weites Schlachtfeld, wieder spritzt Blut auf das Gesicht eines Kriegers, wir sehen den Tod aus den Augen des Angreifers und es gelingt den Falken tatsächlich die Tudors zu besiegen und Griffith und seine Söldner werden anschließend in den Adelsstand erhoben, somit sind sie offiziell Adlige von Midland.

Genau in dieser Situation merkt Guts plötzlich das er keinen echten Traum hat, den er verfolgen kann und fühlt sich fehl am Platz und denkt über seien Zukunft nach und genau hier liegt der Haken, die Falken scheinen, vom Erfolg verwöhnt, auseinander zu brechen, gerade die Beziehung zwischen dem wohl besten Kämpfer der Truppe und dem Anführer Griffith ist mehr als brüchig. Drei Jahre haben sie zusammen gekämpft um dem jungen und aus einfachen Verhältnissen stammenden Griffith in seinem Wunsch zu unterstützen, Kjaskar will die „Klinge“ des „Herren“ sein und scheint auch ein wenig für ihn zu schwärmen. Solche Wünscht hat Guts nicht und weiß auch nicht wieso er sich überhaupt so aufopfert…
Es droht der Fall der einst erfolgreichen Söldnertruppe und dessen Anführer, als dann auch die Neider- die Armee von Midland- Griffith vor den Gemächern der Königstochter aufgreifen, scheint das Schicksal besiegelt.

zum Anime
Die von Studio 4°C produzierte Anime- Triologie basiert auf dem Manga „Berserk“ von Kentaro Miura und gibt im Groben den Handlungsbogen der Bände drei bis 13 bzw. Anfang Band 14 wider. Dabei stellt „The Battle for Doldrey“ den zweiten Teil einer Trilogie dar und ist der große Wendepunkt in der Story um die Falken.
Dabei gehen der Trilogie schon vier Jahre Entwicklung voraus, denn das Team um den Regisseur Toshiyuki Kubooka produzierte schon 2008 einen 70 sekündigen Kurzfilm zu Berserk und sicherte sich auf Grund der Qualität des Minifilms das OK seitens des Schöpfers der Mangareihe.
Das Charakterdesign wurde von Naoyuki Onda (u.a. Parasite Dolls, Gantz) für die Filme adaptiert und der wirklich monumentale Soundtrack stammt von niemand anderem als Shiro Sagisu, welcher sich schon für die klangliche Untermalung für Neon Genesis Evangelion verantwortlich zeichnete. Die Hintergründe, welche wirklich teils sehr detailliert dargestellt sind, stammen von Zeichnern aus dem Hause Ghibli. Der zweite Teil räumt wieder Platz für einen Mix aus Action und der Charakterentwicklung ein. So wird der Film nicht unnötig langweilig und ewig lange Dialoge fallen weg, man erfährt allerdings auch mehr über die Beweggründe Kjaskar´s, als Frau auf dem Schlachtfeld zu stehen.
Damit auch alles glaubwürdig und flüssig über den Bildschirm flimmert hat sich Studio 4°C für einen Mix aus CGI und klassischer Animation entschieden. Dabei passen die gerenderten 3D-Grafiken sehr schön zum Rest des Films und wechseln sich mit handgezeichneten Bildern und richtig guten Lichteffekten ab. Dazu kommen die Kamerafahrten, welche gerade Kampfszenen noch viel dynamischer wirken lassen, man fühlt sich regelrecht mittendrin.
Wer sich jetzt denkt: „Moment das gab es doch schon mal?!“ Dem können wir recht geben, denn zwischen 1997 und 1998 entstand aus Basis des Manga eine 25- teilige TV Serie, welche auch den Weg zu uns auf DVD schaffte. Panini sicherte sich damals die Rechte und veröffentlichte die Serie in original japanischer Sprachfassung mit deutschen Untertiteln.
Die neuen Filme werden hierzulande auf DVD und Blu-Ray bei Universum Anime erscheinen, natürlich mit deutscher Synchronisation und der japanischen Originalfassung.

Fazit
Einfach nur WOW! Berserk: Das goldene Zeitalter 2, setzt genau da an, wo der erste Teil aufgehört hat und macht fast alles richtig. Die optische Präsentation ist einfach überaus gelungen, die Animationen sind super flüssig und die Kamerafahrten einfach atemberaubend. Die Story ist schön erzählt und weist so gut wie keine Längen auf, ständig passiert etwas und für Berserkfans gibt es diesmal auch wesentlich mehr an „roter Soße“ zu sehen. Man wird förmlich in den Film hinein gesogen. Aber auch die deutsche Synchronisierung kann sich, wie schon im ersten Teil der Trilogie, mehr als hören lassen. Eine namenhafte Palette an deutschen Sprechern bereichert das Berserk-Universum mit einer glaubhaften Präsentation. So hört ihr unter anderem Ozan Ünal (Johnny Galecki´s Stimme von Leonard Hofstadter in Big Bang Theory), er spricht Guts. Aber auch Anja Stadlober, bekannt aus Detektiv Conan in der Rolle der Kazuha Tōyama, ist mit dabei. Nico Mamone, bekannt aus „Yu-Gi-Oh!“ (Valon) und „Das Schloss im Himmel“, ist auch mit an Bord. Das sind aber nur einige namenhafte Sprecher, welche dem Anime so richtig Leben einhauchen. Wer den ersten Teil mochte, darf und sollte den Zweiten nicht verpassen. So viel Action und auch viel Blut und abgetrennte Körperteile, gemixt mit einer guten Geschichte, darf man einfach nicht verpassen.

 

wir danken Universum Film für das Probeexemplar

  • Genre: Fantasy/Drama
  • Entstehungsjahr: 2011/2012
  • Typ: Movie
  • Regie: Talayuki Hamana
  • Charakterdesign: Naoyuki Onda

zur DVD/Blu Ray

  • Sprachen: japanisch, deutsch DD 5.1/ deutsch DTS HD- Master 5.1
  • Untertitel: deutsch
  • Extras: Berserk-Schlüsselanhänger, Postkartenset, 28-seitiger Filmguide (Erstauflage)

Berserk: Das goldene Zeitalter II

8.5

Gesamtwertung

8.5/10

Pro

  • unglaublich dichte Story
  • gute deutsche Synchronisation
  • nah an der Mangavorlage
  • gute Fortführung des Erstlings

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Written by 

Fan von Anime/Manga wie Bubblegum Crisis, Armitage III, Gunsmith Cats, Heimliche Blicke, Ranma 1/2 und liebt Filme wie Ghostbusters, Marvel, DC. Spielt allerdings auch gerne Games wie Batman Arkham Reihe, Assassins Creed Origins, Carmageddon und vieles mehr Seit mehr als 17 Jahren Admin von Anime Illusion und immer noch mit Spaß an der Sache.

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