Nadia: The Secret of Blue Water

Teile es
  •  
  •  
  •  
  •  
  •  
  •  
  •  
  •  

Beleuchten wir mal einen der Kulttitel der Animegeschichte der letzten Jahre, Nadia- the Secret of Blue Water. Die TV Serie, die das erste mal 1996 über die deutschen TV- Bildschirme flimmerte, erlangte unter Fans der Animeszene recht schnell Kultstatus. Die Gründe dafür liegen wohl auf der Hand. So lieferte nämlich der Roman 20000 Meilen unter dem Meer von Jules Vernes einige der Ideen zu dieser Serie. Kaptain Nemo, das Unterseeboot Nautilus usw. Viele dieser Namen sind aus diesem Roman und inspirierte die Macher der Serie.
Wir haben das ende des 19 Jahrhunderts, genauer gesagt 1889, die Industrialisierung hat begonnen und der technische Fortschritt ist kaum noch auf zu halten. So gibt es viele Erfinder die dem Himmel und dem Ozean trotzen und neue Möglichkeiten der Fortbewegung suchen. So soll das Leben einfacher werden und vor allem soll es möglich sein schneller von einem Ort zum anderen zu gelangen.
Auch Jean und sein Onkel wollen durch eine Erfindung glänzen, einem Flugzeug bzw. einem Gleiter. Beide haben sich für einen Wettbewerb in Paris angemeldet und wollen das Preisgeld für das am weitesten fliegende Flugzeug kassieren. Doch der Onkel von Jean hat eine sehr hohe Startnummer, deswegen beschließt Jean nach dem Aufbau des Flugzeugs, sich erst einmal in der Stadt um zu sehen. Noch, bevor er wirklich los geht, begegnet er einem sehr interessanten und dunkelhäutigen Mädchen. Er macht sich auf die Suche nach ihr und findet sie auf dem Eifelturm, dort versucht er ihren Namen zu erfahren und kassiert einen Korb, plötzlich leuchtet ein seltsamer Stein um den Hals des Mädchens rot auf. Gefahr im Verzug, denn plötzlich tauchen drei seltsam aussehende Gestalten auf, die genau diesen Stein haben wollen. Wer sind die drei, die Anführerin ist Grandis – Juwelendiebin, an ihrer Seite sind noch Hanson und Senson. Die Juwelendiebin würde für diesen blauen Stein alles tun. Doch dem dunkelhäutigen Mädchen gelingt es zu entkommen und flieht wieder in ihren Zirkus, in dem sie als Akrobatin arbeitet. Auch Grandis, ihre Begleiter und auch Jean machen sich auf den Weg da hin.

Nach der Vorstellung überschlagen sich die Ereignisse, Nadia, wie das Mädchen heißt, wird von den drei Dieben geschnappt. Doch Jean gelingt es sie zu retten und zu fliehen, dabei muss er leider sein Flugzeug opfern. Angekommen zu Hause bei ihm in seiner Erfinderwerkstatt, müssen sie leider schon wieder fliehen, denn die drei Diebe sind schon wieder hinter ihnen her. Also machen sich beide mit einem selbstgebauten motorisierten Flugzeug auf, doch auch dieses hält nicht lange und stürzt ins Meer. Beide werden dann von einem hochmodernen amerikanischen Kriegschiff aufgenommen. Leider ist ihnen auch das nicht lange vergönnt, denn es wird von einem so genannten Seeungeheuer angegriffen und schwer beschädigt. Dabei gehen Nadia und Jean wieder über Board und sind wieder Seebrüchige, doch auch da kommt ihnen der Zufall zu Hilfe. Denn als sie schon glaubten sie werden von einem Seeungeheuer gefressen, ist es doch nur ein Unterseeboot. Sie werden durch die Schleuse in das Boot geholt und werden dort fest gehalten, dürfen aber Duschen, sich leider nicht auf dem U-Boot umsehen. Gerade wo das Unterseeboot mit modernster Technik vollgestopft ist und auch keiner Nationalität angehört. Kaptain Nemo mag eigentlich keine „Kinder“, so übernimmt es, wie sie sich selber nennt, Elektra und kümmert sich auch um die Reparatur von Jeans Flugzeug. Bald dürfen beide wieder los und verlassen auch die Nautilus, wie das tolle Schiff heißt.
Wird es ein Wiedersehen geben? Was ist mit Nadia, wo kommt sie her, sie weiß nicht wo sie geboren wurde? Welches Geheimnis umgibt den blauen Stein, den Nadia um den Hals trägt? Diese Fragen werden im Laufe der 39 teiligen Serie aus dem Studio Gainax geklärt.

Fazit
Eine recht interessante Serie mit Kultfaktor, damals um 1996 das erste mal auf RTL 2 in einer recht stark zensierten Variante zu sehen, war die Einschaltquote leider recht schlecht. So vergingen damals mehr als fünf Jahre bis sie wieder laufen durfte. Sicherlich sind die Animationen nicht mehr auf dem heutigen Standart.
Die Serie beginnt fast kindisch, steigert sich dann aber und sie wird zunehmend dramatischer und actionreicher. Auch die Liebesthematik kommt nicht zu kurz, gerade in späteren Episoden hat Nadia zunehmend Gefühle für den etwas blauäugigen Jean. Auch er selbst wird bei seinen Erfindungen zunehmend besser, er hat sonst immer mal das Pech, das seine Erfindungen frühzeitig versagen.
Die Serie lief von 1990 bis 1991 im jap. TV, 1991 entstand der Kinofilm „Nadia- the Motion Picture“, dieser hat aber mit der Handlung der Serie nichts zu tun.
Auch einige Episoden wirkten wie Lückenfüller, einige von euch werden sich bestimmt an die Episoden erinnern, bei denen Nadia und Jean auf einer einsamen Insel sind. Diese, so sagt man sich, sind Lückenfüller, weil sie mit der eigentlichen Handlung nichts zu tun haben.
Auf jeden Fall ist Nadia, eine wirklich gute Serie, auch wenn sie etwas kurz wirkt um die ganze Story zu verpacken. So ist sie doch eine echtes Highlight und gehört in jede Animesammlung.

 

 

  • Genre: Abenteuer
  • Entstehungsjahr: 1990
  • Typ: Serie
  • Regie: Hideaki Anno
  • Charakterdesign: Shunji Suzuki, Yoshiyuki Sadamoto

zur DVD

  • Sprachen: deutsch DTS HD Master 5.1
  • Untertitel: deutsch
  • Extras: Booklets, Trailer, Musikvideo, Intro/Outro textless

Nadia: The Secret of Blue Water

Nadia: The Secret of Blue Water
8.1

Gesamtwertung

8.1 /10

Pro

  • gute deutsche Synchronisation
  • interessante Geschichte
  • kurzweilig

Teile es
  •  
  •  
  •  
  •  
  •  
  •  
  •  
  •  

Written by 

Fan von Anime/Manga wie Bubblegum Crisis, Armitage III, Gunsmith Cats, Heimliche Blicke, Ranma 1/2 und liebt Filme wie Ghostbusters, Marvel, DC. Spielt allerdings auch gerne Games wie Batman Arkham Reihe, Assassins Creed Origins, Carmageddon und vieles mehr Seit mehr als 17 Jahren Admin von Anime Illusion und immer noch mit Spaß an der Sache.

verwandte Beiträge

Schreibe einen Kommentar

Danke für deinen Kommentar