Patlabor 3: WXIII

Teile es
  •  
  •  
  •  
  •  
  •  
  •  
  •  

Lange ist es her, dass es etwas Neues aus dem Patlabor- Franchise hier her nach Deutschland geschafft hat. Einzig die in den 90ern auf VHS, von Panini auf DVD veröffentlichten zwei Patlabor Filme schafften es in unseren Regale. Beide, für ihre Zeit, gut synchronisiert und zu dem von Mamoru Oshii extrem gut inszeniert. Was viele ja nicht wissen, es gibt noch unzählige OVAs, welche die Story um die Spezialeinheit der Polizei auf witzige weise erzählen. Die Filme hingegen waren, für Fans der Serie, doch recht ernst inszeniert und weniger lustig, dafür aber wie ein Thriller gemacht. Nun nach dem Panini keine Anime mehr im Programm hat, schickte sich Kazé an, die Rereleases der zwei Patlabor Filme auf Blu Ray zu veröffentlichen und genau im Zuge dieser HD Neuveröffentlichungen, erschien nun auch der dritte Patlabor Film exklusiv auf BD und steht seit dem 25. Januar in den deutschen Regalen.

Wer hier bei Teil drei ein Neueinsteiger ist, sollte die Grundlocation der Patlabor-Reihe kennen, daher geben wir euch vorher noch mal einen Einblick.
Patlabor spielt in einem fiktiven Japan um die Jahrtausendwende herum, riesige Maschinen verrichten schwere Arbeiten und sind gerade an Baustellen eine echte Hilfe. Steht doch die Fertigstellung des Babylonprojektes, eine riesige und künstlich angelegte Insel, im Fokus der Erweiterung des Wohn- und Arbeitsraums von Tokyo. Auch die Polizei bedient sich für ihre Spezialeinheit der so genannten Labors, denn die Laborkriminalität hat zugenommen, damit diese aber nicht zu nimmt, gibt es die Special Vehicle kurz SV, eben diese Spezialeinheit mit Labors. Diese kümmert sich um die Aufklärung von Labor- Unfällen und Manipulationen. Unter den Kollegen der Polizeitruppe gelten sie als die drittklassigen Polizisten.

Der nun dritte Teil der Reihe beginnt mit mysteriösen Angriffen auf Labors, die jedoch auf den ersten Blick zerstörten Maschinen, weisen keine große Gemeinsamkeiten auf. Doch bei genauerer Betrachtung der beiden Ermittler, dem Kommissar Takeshi Kusumi und dem jungen Polizisten Shinichiro Hata, werden immer mehr Gemeinsamkeiten der Angriffe zu Tage gefördert. So sind alle zerstörten Labors von der Firma Schaft, außerdem scheinen alle Roboter stets an späten Nachtstunden zerstört zu werden und arbeiteten alle in Küstennähe.
Im Zuge, der sehr schwierigen Ermittlungen, kristallisiert sich heraus, dass ihnen beiden aus höchster Ebene der Polizei, immer wieder Steine in den Weg gelegt werden. Scheinbar hat der oder die Urheber der Verbrechen gute Verbindungen zur Polizeibehörde. Doch auch das Militär auf US und japanischer Seite scheint involviert, ein konspiratives Geflecht scheint sich da heraus zu kristallisieren und auch ein biomedizinisches Institut scheint mit samt der neuen Bekanntschaft von Shinichiro Hata, Saeko Misaki, mit involviert. Doch gerade die Wissenschaftlerin scheint ein dunkles und vor allem gut gehütetes Geheimnis zu haben: Verfolgt sie in dieser Verschwörung wohl ihr eigenes Ziel…?
Werden die beiden Ermittler sich nicht beirren lassen und den Fall komplett aufklären  können??

zum Anime
Der dritte Patlabor Film „WXIII“ entstand 2001/2002 nicht wie einst die anderen Filme bei Production I.G sondern wurde bei Studio Madhouse produziert. Natürlich ist das Animationsniveau, ganze acht Jahre nach dem zweiten Film, besser und wirkt wesentlich flüssiger.  Das Charakterdesign entwarf Hiroki Takagi, welcher schon bei Dominion Tank Police Hand anlegte. Für Fans der zwei ersten Filme ist es sicherlich schön zu sehen, dass er versucht hat dem Charakterdesign zwar ein kleines Update zu verpassen aber den Wiedererkennungswert bei behalten hat, welches ja ursprünglich von Akemi Takada stammte.
Schön: trotz des Alters der beiden Filme aus den 90ern, wurden die Charaktere, welche ja eher Chameoauftritte haben, im japanischen Original von ihren alten Stammsprechern vertont.
Auch sonst stellt sich der Film eher weniger als Mechaklopperei heraus, denn mehr als Mystery-Thriller mit vielen Krimi-Elementen. Das unterscheidet den Film natürlich deutlich von der TV Serie, OVA und auch den Filmen von Mamoru Oshii.

Fazit
Patlabor 3: WXIII ist ein echter Patlabor Erbe, auch wenn der Inhalt sicherlich nichts mit den anderen Filmen zu tun hat. Doch die Kurzauftritte einiger Mitglieder der Crew der SV-2, wie Ota, Noa Izumi und den Anderen, lässt die Herzen der Fans höher schlagen. Natürlich dürfen dabei auch nicht die Labors der AV-98 Ingrams fehlen, wer das liest, sollte feststellen, das der dritte Film zwischen den Stroys der anderen beiden Streifen angesiedelt ist und eher eine Art Spin Off darstellt.

Trotz der anderen Ausrichtung und der fehlenden deutschen Vertonung, welche wir uns sehr gewünscht hätten, ist Patlabor 3: WXIII ein sehr gelungener Film und vor allem auch spannend inszeniert. Fans und Neueinsteiger werden beide ihre Freude daran haben, einfach ansehen.

 

wir danken Kazé für das Rezensionsexemplar

 

  • Genre: Action/Thriller
  • Entstehungsjahr: 2002
  • Typ: Movie
  • Regie: Takuji Endo & Fumihiko Takayama
  • Charakterdesign: Akemi Takada, adaptiert von Hiroki Takagi

zur DVD/Blu Ray

  • Sprachen: japanisch, französisch DD 5.1/DTS HD 5.1
  • Untertitel: deutsch
  • Extras: SD Mini Serie „Minipato“ 3 Episoden

Patlabor 3: WXIII

Patlabor 3: WXIII
8

Gesamtwertung

8.0/10

Pro

  • coole Inszenierung
  • Weiterführung des Franchises

Kontra

  • leider keine deutsche Synchronisation
  • einige Längen

Teile es
  •  
  •  
  •  
  •  
  •  
  •  
  •  

Written by 

Fan von Anime/Manga wie Bubblegum Crisis, Armitage III, Gunsmith Cats, Heimliche Blicke, Ranma 1/2 und liebt Filme wie Ghostbusters, Marvel, DC. Spielt allerdings auch gerne Games wie Batman Arkham Reihe, Assassins Creed Origins, Carmageddon und vieles mehr Seit mehr als 17 Jahren Admin von Anime Illusion und immer noch mit Spaß an der Sache.

verwandte Beiträge

Schreibe einen Kommentar

Danke für deinen Kommentar