Uchouten Kazoku– The Eccentric Family

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Ach was für eine Welt, wir leben einfach dahin, oft voller Langeweile und viele auch immer öfter etwas ziellos. Da wird der Alltag, in den man dann einfach hineinlebt, schnell mal grau und eintönig. Ist es da nicht Zeit mal auszubrechen und etwas Neues zu erleben, etwas Einzigartiges oder Andersartiges. Wie wäre es z.B. wenn in der Welt verschiedene Arten existieren, welche miteinander leben und  wie Menschen aussehen aber gar keine sind oder eben fliegende Wesen, Herren der Lüfte sind?
Dieser Frage geht der hier vorliegende Anime nach, in denen die Menschen nicht die einzig, sich selbstbewusste Spezies sind.
In Kyoto leben Menschen am Boden, bevölkern die Städte und  gehen ihrer Arbeit nach. Doch neben den Menschen gibt es die „kriechenden“ Tanuki, jene Wesen die in den Wäldern von Kyoto leben und sich wie Narren, immer gern in Menschen verwandeln. Ja, ihr lest richtig, das Tierchen, welches unserem Waschbär durchaus etwas ähnlich ist aber ein Marderhund ist, kann sich in einen Mensch verwandeln und diese sehr gut imitieren. Doch die Tanuki können sich nicht nur in Menschen verwandeln, auch eine Transformation in andere Tiere und Gegenstände ist möglich, es sind halt echte Verwandlungskünstler.
Auf der anderen Seite sind dann noch die Tengu, fliegende Wesen, welche auch unter den Menschen leben und für die das Fliegen einen wichtigen Bestandteil ihres Lebens darstellt. Sie haben nicht die Möglichkeit sich zu verwandeln aber sie haben eine menschliche Erscheinung und können sich Flügel „wachsen“ lassen.
In diesem Umfeld wohnt und lebt der junge Tanuki Yasaburo Shimogamo, der dritte Sohn des als außergewöhnlich geltenden Soichiro Shimogamo, dem ehemaligen Oberhaupt der Tanuki. Doch der junge Yasaburo will einfach nicht in die Fußstapfen treten bzw. hält sich dafür auch nicht würdig und das obwohl er eine außergewöhnliche Verwandlungsgabe an den Tag legt. Lieber nutzt er seine Fähigkeiten, um sich unter die Menschen zu mischen und etwas Spaß zu haben, dass er damit aber auch andere rivalisierende Tanuki aufbringt interessiert ihn nicht. Er will nämlich etwas Farbe in seinen scheinbar tristen Alltag bringen. Natürlich rasselt er auch ständig mit seinem älteren Bruder zusammen, der dem Narrendasein nicht allzu viel abgewinnen kann und versucht seinen kleineren Bruder in Zaum zu halten.
Aber auch auf der menschlichen Seite gibt es einige Personen, welche um die menschlichen Daseinsformen der Tanuki wissen, eine von ihnen ist die junge Frau namens Benten. Sie selbst ist Mitglied des „Friday-Clubs“ und dieser isst sehr gerne und lässt sich gerne unterhalten. Doch sie essen nicht irgendetwas, sie essen auch gerne Tanuki und dieser kommt immer zu einer besonderen Zeit (zum Jahresabschluss) als Tanuki-Hotpot auf den Tisch. Sie selbst ist eine sehr launische Person und wirkt immer kühl und abgehoben. Allerdings hat sie auch eine andere Seite und das soll auch Yasaburo noch genau erfahren.

Benten selbst ist durchaus auch als Bindeglied zwischen Menschen, Tanuki und den Tengu zu sehen, das liegt vor allem daran, dass sie selbst die Magie der Tengu beherrscht, sie wurde nämlich vom Tengumeister Professor Akadama ausgebildet. Dieser entführte sie als Kind, zog sie auf und lehrte ihr die Magie der Tengu. Doch als sie erwachsen wurde, überflügelte sie ihn und verließ Akadama einfach.
Allerdings ist Akadama nicht untätig, trotz eines Unfalles der ihm das Fliegen verwehrt, er bildet die Shimogamo- Brüder aus. Allerdings sieht die Ausbildung mehr die Reinigung der Wohnung und die Beschaffung von Alkohol vor. Er wirkt immer etwas verbittert und vermisst auch seine Schülerin Benten.
Diese Gemeinschaft aller Gruppen ist durchaus zerbrechlich, vor allem die Tanuki sind intern als Gemeinschaft etwas zerrüttet, nur die Wahl eines neuen Oberhauptes, eines würdigen Anführers, kann sicherlich wieder Ruhe in den Alltag bringen. Doch da ist auch noch Benten, sie scheint auch ihre eigenen Ziele zu verfolgen und lässt sich ungern in die Karten schauen, streitet ab und verschwindet plötzlich.
Wie wir das alles noch weiter gehen?  Dass wissen wohl nur die Beteiligten.

zum Anime
Die erste Staffel des Anime, unter der Regie von Masayuki Yoshihara, entstand im Jahr 2013 und wurde von P.A. Works produziert. Basieren tut der Anime auf dem Roman- Komödiendrama von Tomihiko Morimi aus dem Jahr 2007. Dabei basiert die erste Staffel auch auf dem ersten Roman, während die zweite Staffel auf dem zweiten Roman basiert welcher 2015 in Japan erschien. Die erste Staffel umfasst ganze 13 und die Zweite ganze 12 Episoden.
Doch bei dem Anime blieb es nicht, während die erste Staffel schon fast über den Bildschirm flimmerte wurde der erste Band des Manga, geschrieben von Tomihiko Morimi und illustriert von Yu Okada, veröffentlicht.

Tanuki- Statuen

Der Autor bedient sich dabei sehr stark bei der japanischen Mythologie, denn schließlich gilt der Marderhund oder auch Tanuki, der Bakedanuki, als Meister der Verkleidung und Gestaltänderung. Gerade im japanischen galt der Tanuki in ganz alten Legenden als Unheilsbringer, in der Heian- Zeit wurde er sogar als yokai- artiges Untier dargestellt. Später, vor allem in der Edo- Zeit, galten die Tanuki als Glückbringer und Heilsbringer. Eine Legende besagt, dass ein Tanuki sich aus Mitleid und Dankbarkeit  in einen Teekesselverwandelt hat, damit der arme alte Mann den Kessel verkaufen kann. Dabei erleidet der Tanuki als Kessel immer wieder Qualen durch das Aufkochen des Tees. Auch die moderne Abbildung des Tanuki, erfunden vom Töpfermeister Fujiwara Tetsuzō (1877–1967), ist auch heute noch zu sehen, diese Abbildung findet auch den Weg in die Animeserie.
Aber auch der Tengu findet den Weg in den Anime, die menschlichen und mit roter Haut dargestellten Fabelwesen werden dabei den Yokai, also den Ungeheuern, zugeordnet. Sie können fliegen und diese Wesen verfolgen die Sonne und den Mond und frisst sie gelegentlich.
Die Musik der Serie wurde von Yoshiaki Fujisawa geschrieben, dass Opening mit dem Titel „Ecstatic Life“ (Uchōten Jinsei ) stammt von Milktub und der Endingsong „Que Sera, Sera“ (Keserasera) wurde von Fhána eingesungen.

zur ersten Volume
Auf der ersten Volume der Blu Ray Version findet ihr die ersten sechs Episoden der Serie.  Erstaunlich, schließlich bekommt man sonst ganze vier Episoden serviert. Das hat natürlich immer den Grund, das die Veröffentlichungen entsprechend der Lizenz- und Marketingkosten durchgeplant werden. Aber auch der Qualitätsverlust bei mehr als vier Episoden auf einer Scheibe, wird immer wieder gerne angeführt. Aber hier gibt es eine klare Entwarnung, das Bild ist sehr farbenfroh und extrem scharf. Gerade auf größeren TVs ab ca. 140 cm Bilddiagonale sieht man die gute Bildschärfe. Aber auch sonst läuft die Scheibe sauber und es gibt nichts zu meckern.

Fazit
Ein Fazit fällt mir hier echt schwer, denn ich habe bisher nur sechs Episoden gesehen und kann mir noch kein rundes Bild machen. Daher wird das Fazit erst mit der Veröffentlichung der zweiten Volume kommen. Ich möchte hier aber auf die deutsche Synchronisation hinweisen, denn sie ist hörbar gelungen und transportiert die leichte Tragik, sowie auch die humoristischen Elemente sehr gut.

wir danken Universum Anime für das Rezensionsexemplar

 

  • Genre: Drama/Comedy
  • Entstehungsjahr: 2013
  • Typ: Serie
  • Regie: Masayuki Yoshihara
  • Charakterdesign: Kōji Kumeta (Original), Kousuke Kawazura (adaptiert)

zur DVD/Blu Ray

  • Sprachen: deutsch/japanisch
  • Untertitel: deutsch
  • Extras: japanischer TV- Spot, textless Opening und Ending

The Eccentric Family

The Eccentric Family
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Gesamtwertung

0.0 /10

Pro

  • interessantes Artdesign
  • schöne Animationen
  • Behandlung japanischer Mythologien
  • gute deutsche Synchronisation

Kontra

  • braucht etwas, um in Gang zu kommen
  • einige Motive bleiben unklar

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Fan von Anime/Manga wie Bubblegum Crisis, Armitage III, Gunsmith Cats, Heimliche Blicke, Ranma 1/2 und liebt Filme wie Ghostbusters, Marvel, DC. Spielt allerdings auch gerne Games wie Batman Arkham Reihe, Assassins Creed Origins, Carmageddon und vieles mehr Seit mehr als 17 Jahren Admin von Anime Illusion und immer noch mit Spaß an der Sache.

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